Sabrina Schuppelius



Jack 2018
Performance 1 h
Stretchfolie Durchmesser 250 cm
Flämische Straße, Kiel

 

Der Ausstellungsraum befand sich im Rotlichtviertel nahe der Förde in Kiel. Mit farbiger Stretchfolie wurde ein Spielball in einem großen Maß nachgeahmt. Das Füllmaterial nimmt dem Objekt die vermeintliche Leichtigkeit eines Balles und macht diesen Ball bewegungsunfähig. Der Performer nahm innerhalb einer Stunde unterschiedliche Posen ein, in denen er sich mit aller Kraft gegen den Ball drückt und die Positionen solange wie es ihm möglich war, hielt.

 

 

 




neben an 2017
Installation
Holz, Wandfarbe, Papier, Graphit Stadtgalerie, Kiel

 

Zeichnung 270 x 250 cm
Zeichnung gerollt 220 x 270 cm
Stellwand 400 x 350 cm
Ecke 40 x 270 cm

Dem Galerieraum wurde eine weitere Stellwand hinzugefügt. Sie gleicht den Anderen in Größe und Farbe. Durch das Weitergehen und Umgehen der vermeintlichen Wand ändert sich jedoch ihre Form. Sie formt sich zu einem Keil und schneidet den Raum mit einem Winkel von 10 Grad. Die Wand bleibt nicht mehr nur Wand, sondern nimmt einen skulpturalen Charakter an.

Der Graphit wurde ganzflächig auf beiden Seiten des Papieres abgerieben bis zur maximalen Verdichtung. Das Material wandelt sich mutmaßlich in ein Neues um und steht im Widerspruch seiner ursprünglichen Beschaffenheit. Durch Luftzüge gerät die Zeichnung in Bewegung und löst in diesem Moment die scheinbare Erstarrung auf.

Die Hängung an den Stangen und gleichzeitige Distanzierung von der Wand erschließt einen zusätzlichen Raum im Dahinter und setzt die Zeichnung in ein dreidimensionales Objekt um.

Die Rückseite der Stellwand bildet ein Magazin, welches die Hauptelemente der Installation in zwei Schaukästen ausstellt und gleichzeitig eine zeitliche Verschiebung darstellt.

 

 

 


You might have to think of how you got started sitting in your little room 2015
Installation
Papier, Graphit
210 x 100 cm
Stadtgalerie, Kiel

 

Durch den ganzflächigen Abrieb des Graphits erscheint das Papier im ersten Moment ähnlich einer hängenden Metallplatte. Das vermeintlich Starre des Materials löst sich im Moment der Bewegung des Besuchers durch den Raum.

 

 

 



You might have to think of how you got started sitting in your little room 2015
Installation
Holz, Wandfarbe
150 x 150 x 200 cm
Stadtgalerie, Kiel

 

Die Unterseite einer Treppe wurde an der Decke des Galerieraumes hinzugefügt. Eine in der Mitte befindliche Klappe öffnet den Körper und lässt scheinbar in das Innere einsehen.

 

 

 


Hohe Dame I 2015
Performance 4 Tage je 8 Stunden
Holz, Farbe
90 x 90 x 90 cm
Muthesius Kunsthochschule, Kiel

 

Aus einer Weißen Box hängen bewegungslos zwei Beine. Mit drei Metern Höhe sind sie außer Reichweite des direkten Kontaktes. Von Weitem scheinen sie wachsig und leblos. Erst beim näher kommen löst sich das feste Bild in eine lebendige Skulptur.

 

 

 


Hohe Dame II 2015
Holzleitern, Latex
350 cm, 220 cm

 

Zwei Leitern sind mit Latex bespannt. Die Kleinere verschwindet komplett unter den milchigen Überzug. Die Größere lässt das Darunterliegende durch einen Schlitz erkennen.

 

 

 


Pascal I, II 2015
Draht, Eisenstangen, Holzstange, Spanplatten, Spanngurte
170 cm / 200 cm

 

Verknüpft, verdreht, umwickeltet, gespannt. Mit jeder Drehung steigt der Druck, die Kraft gerät in Sillstand im Moment des Anhaltens.

 

 

 


Seller: dynamic_perversity 2015
Performance 3 h
Latex, Rigips, Spanplatten, Holzlatten, Wandfarbe
Westwerk, Hamburg

 

Zu den schon vorhandenen Säulen wurde eine ergänzt. Das Element wurde an zwei Seiten geöffnet und von Innen mit Latex bespannt. Es wurde zwischen einer anderen Säule und eines säulenanmutenden Wandvorsrungs positioniert. Ein Körper dringt von Innen heraus und drängt in den Raum dazwischen. Die einzelnen Positionen wurden so lange wie möglich gehalten.

 

 

 


Fernbeziehung 2014
Performance 2 x 90 min
Mittlere Brücke, Basel (Schweiz)

 

Das intendierte Nebeneinandergehen mit einer unwissenden Person schafft einen Zwischenraum, welcher sich mit dem Entfernen ausdehnt.
Auch nachdem die unmittelbare Nähe aufgehoben wird, kann die abstrakte Vorstellung des Raumes bestehen bleiben, der der dynamischen Bewegungen beider unterworfen ist.

 

 

 


Platzordnung 2014
Schreibtisch, Holz
150 x 90 x 50 cm

 

Der bestehende Innenraum eines Schreibtisches wird gänzlich mit Holzelement geschlossen. Jedes Teil wird gemessen, eingepasst und mit einem schon vorhandenen Segment bezeichnet verbunden. Die eingeritzten Zahlen auf der Tischplatte weisen auf die darunter bestehende Ordnung hin, und verändern zugleich durch ihre flächige Wiedergabe die Eindeutigkeit des Systems.

 

 

 



Was sucht der Mensch im Weltraum? 2013

Performance
Jeden Sonntag für drei Monate je eine Stunde 12 Tänzer/innen Schleusenpark, Kiel
in Zusammenarbeit mit Johanna Katharina Michel 1.Platz Kunst im öffentlichen Raum

 

Jeden Sonntag für drei Monate wurde eine menschliche Bewegung durch einen ausgebildeten Tänzer/in für eine Stunde in den Park gebracht. Die Tänzer bespielten nach ihrer Profession das gesamte Gelände in seinen unterschiedlichen Qualitäten und erschlossen dabei individuell den Raum. Es handelte sich nicht um eine eingeübte Choreographie, sondern eine freie, bezogen auf den Ort entstehende Bewegung ohne Musik. Es entstand ein Dialog mit dem spezifischen Ort und seiner Architektur, seinen Geräuschen und seiner Atmosphäre. Der/die Performer/in entzog sich der im Park vorgegebenen Bewegungspfade, durchbrach den gewohnten Ablauf des Spaziergangs und konnte dadurch auch dem Betrachter neue Raumwahrnehmung eröffnen.

 



flüchtig hoch drei seit 2011
mit Lilli Döscher, Torben Laib, Gesche Witte
www.fluechtighochdrei.de

 

Flüchtig hoch drei schafft regelmäßig Interventionen im öffentlichen Raum, die über einen begrenzten Zeitraum stattfinden. Ein bespielter Ort, meist im öffentlich Außenraum, wird durch die jeweilige Intervention verändert, erhält einen neuen Schwerpunkt oder eine neue Bedeutung. Der gewühlte Ort wird individuell betrachtet, daraus entwickelt sich in der Gruppe eine Arbeit, die nur am jeweiligen Ort realisiert wird. Die Handelnden von flüchtig hoch drei sind, neben einem festen Kern, wechselnd. Verbindender Gedanke ist der Wunsch, etwas geschehen zu machen. Dabei entstehen Erfahrungen und Beobachtungen zwischen einander und Begegnungen mit und im Raum.